Einem Schäfer wurde es in den
Pyrenäen langweilig und stieg er eines Tages die Berge hinab und gelangte
an das Mittelmeer.
Dort verliebte er sich in eine Nixe und zeugte mit ihr den Empordà.
So sagt die Legende. Es scheint, dass Schäfer und Nixe nicht nur gezeugt,
sondern auch gekocht hatten. Die Küche des Empordà ist vielfältig,
eines ihrer Hauptmerkmale ist die Verbindung von Zutaten des Meeres und
der Berge.
Unsere
Rezepte sind zwar VORERST nur eine klitzekleine Auswahl der Gerichte der
Region; wir haben sie aber so ausgewählt, dass sie auch in nördlichen
Gefilden leicht nachzukochen sind. Und wenn es die eine oder andere Zutat
dort doch nicht gibt, so lassen sich diese meist durch Ähnliches ersetzten.
Neben der traditionellen all i
oli
, der
hier viel verwendeten Knoblauchmayonnaise, gibt es eine Vielzahl von Abarten
verschiedenster Geschmacksrichtungen. Die all i oli empordenesa
kann man andernorts sicher auch unter anderem Namen vorfinden. In jedem
Fall schmeckt sie aber ausgezeichnet zum Lammbraten. Ganz Verwegene stellen
sie auch gekochtem Ochsenfleisch zu Seite. Zutaten:
3 Knoblauchzehen, 1/8 ltr. Olivenöl, l Eigelb, l Teelöffel Senf,
Salz, l Apfel oder Birne.
Die Knoblauchzehen werden geschält
und in Salz zerdrückt. Daraus mit Senf und Eigelb eine feine Paste
rühren. Das Öl tropfenweise hineinschütten und mit dem Mixer
gleichzeitig verquirlen, bis Mayonnaise entsteht. Den Apfel oder die Birne
im Rohr braten und zu Püree zerdrücken. Erkalten lassen und durch
ein Sieb in die Mayonnaise rühren.
Botifarra ? die katalanische Bratwurst
Der Botifarra ist eine von den Leuten
von hier sehr geschätzte Art Bratwurst. Die Hausfrauen kaufen sie
heute gewöhnlich beim Fleischer, aber wir haben für Sie ein klassisches
Rezept gefunden, um sie selbst anzufertigen. Das ist leicht zu machen und
man weiß dann, was in der Wurst drin ist:
1 Kilo gehacktes mageres Schweinefleisch.
200 Gramm mageren Speck.
Vier Knoblauchzehen.
Zimt, Oregano, Salz, Pfeffer und
Kalbsdarm.
Den Speck klein hacken und mit dem
Schweinefleisch vermischen. Mit zerstampftem Knoblauch, Salz, Pfeffer,
Oregano und Zimt nach Geschmack würzen. Diese Füllung soll im
Kühlschrank gut zugedeckt drei Tage ruhen. Täglich zwei Mal vermischen
und wieder und zudecken.
Den Darm mit der Masse füllen
und mit einer Schnur alle 15 Zentimeter Knoten machen, um Würste von
dieser Größe zu erhalten. Mit einer feinen Nadel ein Lochin
jede Wurst stechen, Würste ins kochendheiße Wasser tauchen,
und sie dann auf sanftem
Feuer eine halbe Stunde ziehen lassen.Das war?s eigentlich schon. Wenn
die Würste erkaltet sind, kann man sie auch schon braten...
Calamares kommen nicht in Form von
Ringen auf ihre Welt. Auch wenn sie am häufigsten "a l a Romana",
in Ringe geschnitten und frittiert, verspeist werden, so gibt es doch einige
andere Zubereitungsarten. Eine davon ist die der "Calamares in ihrer Tinte".
Wir bekommen die Calamares frisch
in der Fischhandlung und brauchen neben den sonstigen Zutaten nur ein bisschen
Mut, um dieses hier so beliebte Rezept nachzukochen. Zutaten
für vier Personen: l kg Calamares, 1 Zwiebel,
2
Knoblauchzehen 2 Esslöffel Semmelbrösel (oder geriebenes, trockenes
Weißbrot) 1/2 Glas Weißwein; Frische Petersilie (bekommt man
hier aus unerfindlichen Gründen in den Lebensmittelläden geschenkt)
Öl, Salz.
Zubereitung:
Die Calamares waschen und säubern,
d.h. die Haut abziehen und die Innereien herausnehmen. Die Beutel mit der
Tinte beiseite stellen. Einen tiefen Topf auf das Feuer stellen und darin
vier Esslöffel Öl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch schälen,
klein schneiden und in den Topf geben. Wenn sie Farbe annehmen, die Calamares
hinzugeben und sie drehen, bis sie rundherum angebraten sind. Nach etwa
fünf Minuten die Semmelbrösel und den Wein sowie ein Glas Wasser
beifügen und etwa 15 Minuten bei mittlerer Flamme ziehen lassen. Unterdessen
die Tinte aus dem Beutel in einem Mörser mit der fein gehackten Petersilie
vermischen und mit Salz abschmecken. Über die Calamares gießen
und noch einmal 10 Minuten dünsten lassen.
Zusammen mit einem frischen Weißbrot
und einem leichten Rose sollte es dann doch endlich mal klappen mit dem
tollen Nachbarn, und wenn nicht, dann wenigstens mit dem eigenen Langweiler
von Ehemann...
Zutaten: 1.
500 Gramm Bacalao (Stockfisch); 2. 500 Gramm Kartoffeln; 3. 4 große
reife Tomaten; 4. l Knoblauchzehe; 5. 3/4 ltr, Fleischbrühe aus Würfeln;
6. 50 gr (5 Esslöffel)
Olivenöl;
7. Ein Bund Petersilie; 8. l Chilischote; 9. Salz, Pfeffer.
Bacalao wird hier oft als kalter
Fischsalat serviert. Dass sich aus diesem Stockfisch auch eine ausgezeichnete
Suppe zubereiten lässt, soll Ihnen dieses Rezept beweisen. Wir lassen
den Bacalao bereits beim Kauf auf dem Markt in Würfel schneiden. Die
so zurechtgeschnittenen Stücke wässern wir mindestens 24 Stunden
in einer Schüssel mit kalten Wasser; das Wasser sollte des öfteren
gewechselt werden.
Wir nehmen den Fisch aus dem Wasser
und lassen ihn gut abtropfen. Die Kartoffeln werden geschält, in l
cm große Würfel geschnitten und in einem Topf mit dem Fisch
vermischt. Die Tomaten übergießen wir mit kochend heißem
Wasser, um sie anschließend zu häuten, zu entkernen und durch
ein Sieb zu passieren. Die Chilischote wird zerkleinert, entkernt und mit
der in Salz zerdrückten Knoblauchzehe in das Tomatenpüree gerührt.
Diese Mischung verteilen wir mit dem Olivenöl über die Kartoffeln
und den Fisch und lassen sie 10 Minuten bei schwacher Hitze dünsten.
Jetzt gießen wir nach und nach die Fleischbrühe hinzu. Die Petersilie
wird abgespült, kleingehackt und zur Hälfte der Suppe beigegeben.
Nachdem die Suppe ca. 20 Minuten
bei schwachem Feuer leicht gekocht hat, fügen wir die restliche Petersilie
hinzu, schmecken mit Salz und Pfeffer ab und servieren diese Delikatesse
in vorgewärmten tiefen Tellern. Guten Appetit!
Forellen
auf katalanische Art - "Truites a la Catalana"
Es muss nicht immer Seefisch
sein
Schon unsere Dichter und Komponisten
schwärmten von der munteren Bachforelle. Durch Massenaufzucht und
Tiefkühltechnik hat sich diese Delikatesse dann in ein Konsumgut des
täglichen Lebens verwandelt, und so schmeckt sie in der Regel auch.
In unserer Region allerdings gibt es noch frische Forellen ( auf katalanisch
"truita" und auf Spanisch "trucha") zu kaufen. Sie entstammen den Flüssen
des Empordà, sind von ausgezeichneter Qualität und, was will
man mehr, auch noch sehr preisgünstig. Dies liegt wohl an dem Umstand,
dass die Katalanen Süßwasserfische nicht sonderlich schätzen.
In der Markthalle im Zentrum von Figueres ( immer einen Besuch wert) werden
Forellen fast ständig und in den hiesigen Fischhandlungen sehr oft
zum Preis von etwa 450 Peseten pro Kilo angeboten.
Gemeinsam
ist allen regionalen Rezepten, dass die Fische in Schweinefett gebraten
werden. Dieses ( "mantega de cerdo") gibt es bei allen Metzgereien.
Zutaten:
4 Forellen
1 Kaffeetasse
Mehl
2 Knoblauchzehen
Olivenöl Petersilie Kümmel Salz
4 Suppenlöffel
Schweinefett
Essig
2 Zwiebeln
2 Zitronen
Forellen ausnehmen, schuppen und
salzen. Die Fische werden in Mehl gewendet und in dem Schweinefett etwa
fünfzehn Minuten bei mittlerem Feuer gebraten.
In einem Mörser zerstoßen
wir währenddessen die geschälten Knoblauchzehen mit Petersilie,
Salz und wenig Kümmel und mischen die Masse mit Essig. Zwiebeln schälen,
klein würfeln und in reichlich Olivenöl goldbraun braten. Die
Masse aus dem Mörser hinzugeben und die Forellen darin etwa fünf
Minuten ziehen lassen. Mit Zitronenscheiben servieren. Dazu passt ( wie
sollte es anders sein) ein trockener Weißwein.
Zutaten: 6
mittelgroße Gambas (Garnelen) pro Person; Knoblauch, rote Paprika,
Olivenöl.
Die
Gambas werden unter fließendem Wasser abgespült und in kochendes
Wasser gelegt. Wenn es wieder aufkocht, nehmen Sie die Gambas heraus, lassen
sie auf einem Sieb abtropfen und schichten sie in kleine, feuerfeste Tonschalen.
Drei Knoblauchzehen und ein Stück Paprika hinzufügen. Das Olivenöl
(pro Person ca. 6 EL) erhitzen und über die Gambas gießen.
Die Tonformen in den vorgeheizten
Backofen schieben. Wenn der Knoblauch zu bräunen beginnt, ist das
Gericht fertig und ergibt, mit Weißbrot serviert, eine leichte Zwischenmahlzeit
oder eine delikate Vorspeise.
Oca amb peras - Gans mit Birnen
Die katalanische Küche ist äußerst wagemutig, was die Kombination der Zutaten betrifft. Ein überaus gelungenes Beispiel hierfür liefert die Gans mit Birnen, das klassische Festtagsgericht der Provinz Girona:
Zutaten:
Eine Gans,
8 Birnen, l große enthäutete Tomate, 2-4 geschälte Knoblauchzehen
je nach Geschmack, 2 Zwiebeln, 50 Gr. Pinienkerne, 50 Gr. Rosinen. 6 EL
Olivenöl. 50 Gr. Butter, Milch, Zucker, Salz, Zimt, l Lorbeerblatt,
gehackte Petersilie, Anisschnaps.
Aus Flügeln und Hals der Gans
kochen wir eine Brühe. Die Gans wird in acht Stücke portioniert,
mit Salz reichlich eingerieben und In Öl angebraten. Hat der Vogel
Farbe angenommen, fügen wir gehackten Knoblauch, das Lorbeerblatt
und eine klein geschnittene Zwiebel hinzu, gießen einen Teil der
Gänsebrühe auf und lassen zugedeckt bei kleiner Flamme weich
schmoren. In der zweiten Pfanne dünsten wir nun in Butter mit etwas
Milch eine gehackte Zwiebel, die Tomate, Petersilie, Pinienkerne und Rosinen
samt einer gehackten Knoblauchzehe an. Mit Zimt überstreuen und gut
umrühren. Wir schälen und halbieren die Birnen, entfernen das
Kernhaus und geben sie in die zweite Pfanne. Mit einem Schuss Anisschnaps
und drei Esslöffel Gänsebrühe auf schwachem Feuer zwanzig
Minuten köcheln lassen.
Die Birnen dekorieren wir in einer
feuerfesten Form um die Gans herum. Die Soße der Gans wird gesiebt
und die der Birnen ungesiebt darüber gegossen. Die feuerfeste Form
schieben wir für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Währenddessen
bräunen wir zwei Esslöffel Zucker mit ein wenig Wasser in einer
weiteren Pfanne an. Damit überziehen wir die Birnen. Fertig. Dazu
passt am besten frisches Weißbrot und ein halb trockener Rosé.
Die Küche des Empordà, bekannt für ihre Kombinationen aus Produkten des Meeres und der Berge, hält hier ein sehr einfaches, leicht nachzukochendes Rezept für uns bereit.
Zutaten:
500 g Herzmuscheln
("vongole"), 2 Knoblauchzehen, l grüne oder rote Paprikaschote, l
kleines Hähnchen von etwa 800 gr, l mittelgroße Zwiebel 1/4
kg Tomaten, l Tasse Olivenöl, l Glas Rotwein, Salz.
Das Huhn in kleine Stücke zerteilen
und gut mit Salz und Knoblauch einreiben. Wenn das Öl im Bräter
heiß ist, die Hähnchenstücke hinzugeben und goldbraun anbraten
lassen. Die Zwiebel klein und die Paprikaschote in Stücke schneiden
und mitbraten lassen. Die Tomaten enthäuten, klein schneiden, die
Kerne entfernen und ebenfalls hinzufügen. Köcheln lassen und
nach und nach den Wein hinzuschütten. Die Herzmuscheln in reichlich
Wasser mit Salz kochen (ca. 10 Minuten). Ist das Hähnchen gar, tun
wir es in eine vorgewärmte Schüssel, drapieren darum herum die
Herzmuscheln, gießen die Sauce darüber... und erklären
unseren Gästen, was es mit der empordanesischen Küche auf sich
hat: eine Nixe entstieg dem Mittelmeer, verliebte sich in einen Schäfer
aus den Pyrenäen und zeugte mit ihm den Empordà...
Conejo
Relleno y Samfaina Catalana
Gefülltes
Kaninchen mit katalanischer Sanfaina.
Zutaten für
sechs Personen:
1 Kaninchen
(ca. l 1/4 kg)
Kaninchenleber
und -niere, Spinat oder Mangoldblätter, 100 g Weißbrot ohne
Kruste, 1/4 l Milch.
Für die
Soße: klein geschnittene Zwiebeln, Möhren, Sellerie, Brandy
und Weißwein, 1 l Hühnerbrühe.
Für
die Samfaina: 2 Auberginen, 2 grüne Pfefferschoten; 2 süße
rote Pfefferschoten, 2 Zucchini, 2 kleingehackte Zwiebeln, 250 g frische
gewürfelte Tomaten, 10 Tl Olivenöl.
Zubereitung:
Kaninchen ausnehmen und die Vorderläufe
abtrennen, das Kaninchen flächig ausbreiten und mit einer Lage Spinat
oder Mangoldblätter füllen. Dann folgt eine Schicht mit einer
Mischung aus kleingewürfeltem Fleisch der Vorderbeine mit abgetropftem
Weißbrot, das zuvor in Milch eingelegt wurde. Die dritte Schicht
besteht aus Leber und Niere. Nun wird das Kaninchen aufgerollt, mit einer
Schnur zusammengehalten und zum Backen ca 50 Minuten bei 200 Grad in den
Ofen geschoben.
Für die Soße werden die
restlichen Innereien und das kleingeschnittene Gemüse in einer tiefen
Pfanne 10 Minuten lang erhitzt. Hinzu kommen Brandy und Weißwein,
und nach einigem Umrühren die Hühnerbrühe. Auf kleiner Flamme
45 Minuten köcheln lassen.
Für die Sanfaina wird das Gemüse
getrennt in der Pfanne angebraten. Dann werden die Zwiebeln gedünstet,
hinzu kommen die Tomatenwürfel, schließlich das andere bereits
sautierte Gemüse. Bei leichter Hitze 5 Minuten kochen.
Um das Kaninchen traditionsgemäß
zu servieren, sollte es in runde Scheiben geschnitten und in die Mitte
des Tellers gelegt werden. Drumherum wird je eine Portion Sanfaina und
Soße drapiert...
Huevos a la marinera (Eier nach Seemannsart)
Der Legende zufolge verdanken viele
Gerichte mit dem Zusatz ?a la marinera" ihre Entstehung materieller Not
von Fischerfamilien. War der Fang unergiebig oder das Wetter zum Fischen
ungeeignet, kam auf den Tisch, was gerade aufzutreiben war. Im Falle unseres
folgenden Rezepts war der Fang wohl ganz besonders schlecht. Lediglich
einige Muscheln konnte der wackere Fischer den Felsen entreißen.
Die Hennen der Schwester hatten sich jedoch an diesem Tag aus Angst vor
dem Tramontana tief In Ihre Nester verkrochen und sich als besonders legefreudlg
erwiesen. Der Schwippschwager hatte von der letzten Schlachtpartie noch
ein Stück Speck übrig. Gewürze besorgte man aus dem Garten
der Schwägerin, und für den Wein sorgte der Bruder. Denn der
war Winzer.
Zutaten: 6
Eier; 2 Dutzend Miesmuscheln; 50 g gewürfelter Speck; 1 gehackte Zwiebel;
1 Kräuterbündel aus Lorbeerblatt, Petersilie und Thymian; 1 EL
Mehl; 1/4 l Wein; 6 EL Olivenöl; Weinessig, Salz und Pfeffer.
Zubereitung: Muscheln gründlich
unter fließendem Wasser reinigen und Bärte entfernen. Offene
Muscheln wegwerfen, da sie wahrscheinlich verdorben sind. Erhitzen Sie
in einem Topf ein Glas Wein mit wenig Essig und lassen Sie die Muscheln
darin zugedeckt einige Minuten auf dem Feuer, bis sich die Schalen öffnen.
Behalten Sie den Saft zurück und entfernen Sie die Schalen von den
Muscheln. Muscheln, die sich schwer öffnen lassen, ebenfalls wegwerfen.
Eier inzwischen zehn Minuten kochen lassen, abschrecken, schälen und
halbieren.
Speck und Zwiebeln in einem feuerfestem
Tontopf auf kleiner Flamme anschmoren. Fügen Sie einen El Mehl hinzu
und gießen Sie unter rühren mit einem weiteren Glas Wein auf.
Mit Salz, Pfeffer und dem Kräuterbündel würzen, aufkochen
lassen, Muscheln hinzufügen sowie den zurückbehaltenen Saft.
Zum Schluss legen Sie die Eier hinein und lassen sie einige Minuten In
der Soße ziehen. Entfernen Sie das Kräuterbündel und servieren
das Gericht mit Weißbrot im Tontopf. Falls sich in Ihrer Verwandtschaft
kein Winzer befindet, besorgen Sie sich den hierzu passenden Rose im Fachhandel.
Lomo de cerdo con leche ? Schweinelende in Milch
Zutaten(für
vier bis fünf Personen):
800 Gramm
Schweinelende
100 Gramm
Schweineschmalz
1/8 Liter
Milch
zwei Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
Das Fleisch (im Stück) wird mit einer in Salz zerdrückten Knoblauchzeheeingerieben.Wir
erhitzen in einer Pfanne das Schweinefett und fügen die zweite, zerdrückte
Knoblauchzehe hinzu. Das Fleisch von allen Seiten anbraten, bis es Farbe
annimmt. Dann die Milch aufgießen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Fleisch auf kleiner Flamme schmoren, etwa zehn Minuten, es sollte dann
innen noch rosig sein. Es in dünne Scheiben schneiden und wenn Sie
bis dahin, o Schreck, an die Beilage noch nicht gedacht haben, muß
eben ein Stück Weißbrot herhalten.
Die Paellera, eine runde Eisenpfanne
mit Henkeln, gab der Paella den Namen. Obwohl sie als Nationalgericht gilt,
gibt es eine Unzahl verschiedenster Zubereitungen. Unser Rezept, eine gemischte
Paella mit Fleisch und Fisch, lehnen manche Puristen zwar als untypisch
ab, besonders an der Küste ist sie aber ziemlich beliebt.
Zutaten:
500g Reis; 1 zerteiltes Huhn; 300g Schweinerippchen (costellos); 6 kleine
Botifarras (Bratwürste); 100g in Würfel geschnittener, geräucherter
Schinken; 300g. Tintenfisch; 12Gambas; 24 Miesmuscheln; 200g tiefgekühlte
Erbsen, 2 geschälte Tomaten; l gehackte Zwiebel; 4 geschälte
Knoblauchzehen; l grüne und eine rote Paprika; Petersilie; l Lorberblatt.
Salz; Pfeffer; Safran; Paprika; zwei Hühnerbrühwürfel.
Kochen Sie die Muscheln in einem
Glas Rotwein, bis sie sich öffnen. Die Flüssigkeit abseihen und
mit den Brühwürfeln, Thymian, dem Lorbeerblatt, etwas Safran
und Wasser zu zwei Litern Brühe aufkochen lassen.
In
der Paellera braten wir in reichlich Olivenöl die Hühnerstücke
mit den Schweinrippchen an. Schinkenwürfel und Botifarras hinzufügen
und gut anbraten. Nun fügen wir den Tintenfisch, die geschnittenen
Paprikaschoten, Gambas, Tomaten und Zwiebel hinzu. Mit Salz, Pfeffer und
Safran würzen. Jetzt schütten wir den Reis In die Pfanne. Gut
umrühren, damit nichts anbrennt. Ist alles gut angeschmort, mit Salz,
Pfeffer und Safran nachwürzen. Gießen sie jetzt einige Schöpflöffel
Brühe hinzu. Gut umrühren und immer, wenn die Brühe aufgesogen
ist, neue nachgießen. Nach ca. 10 Minuten die Erbsen hinzufügen,
nach weiteren fünf Minuten die Muscheln und gehackte Petersilie. Nochmals
gute fünf Minuten, und die Paella ist fertig. Klebt kein Reiskorn
am anderen, ist sie gut gelungen.
Dieses Rezept mit dem seltsamen Namen
stammt aus der Ortschaft Mura in der Provinz Barcelona. Es eignet sich
als Vorspeise oder auch für ein Picknick in Freien.
Zutaten: l
kg Kartoffeln; 2 Zwiebeln; 4 Tomaten; 125 g grüne Oliven; 125 g schwarze
Oliven; 300 g Stockfisch (Bacalao); 1 rote Paprikaschote; l grüne
Paprikaschote; Weinessig; Olivenöl; Salz; 5 dünne Scheiben roher
Schinken; je vier Scheiben von vier verschiedenen Wurstsorten. Ein kleines
Glas Silberzwiebeln.
Zubereitung: Der Stockfisch wird
über Nacht gewässert. Dann kochen wir die Kartoffeln und schneiden
sie in nicht zu dünne Scheiben. Oliven entkernen und Zwiebeln in dünne
Ringe schneiden. Die Tomaten werden in heißem Wasser kurz gebrüht.
Schälen und in kleine Würfel schneiden. Von den Paprikaschoten
entfernen wir das Kernhaus und schneiden das Gemüse in dünne
Streifen.
Wir spülen den Stockfisch noch
einmal in klarem Wasser und zupfen ihn dann in kleine Stückchen. Wir
schütten alles in eine Schüssel, salzen, geben reichlich Olivenöl
und etwas Essig hinzu und vermischen, bis eine kompakte Masse entsteht.
Der Pote-Poli wird auf eine Platte gestürzt und an den Rändern
schön glatt gestrichen. Wir legen die Schinken und Wurstscheiben darüber
und garnieren mit den Silberzwiebeln. Dazu passt gut Bier oder auch ein
kräftiger Rotwein.
Zutaten für
vier Personen: 4 Filets vom Seehecht (Merluza), frisch oder tiefgefroren.
1/4 ltr Weißwein, 1/8 ltr. Fleischbrühe, 1 Zwiebel, 1 Lorbeerblatt,
3 Nelken, 1 Bund Petersilie, 1/2 Teelöffel getrocknete Estragonblätter,
Schale einer halben Zitrone, Salz, eine Prise Zucker.
2
Eigelb, 3 Esslöffel Zitronensaft, 2 Teelöffel Speisestärke,
75 gr Margarine. 1/2 Bund
Petersilie, 4 Zitronenscheiben zum Garnieren.
Wein
und Fleischbrühe in einem Topf aufkochen. Zwiebel schälen und
mit Nelken und Lorbeerblatt spicken. Petersilie abspülen und trocknen
lassen. Mit der Zwiebel und der Zitronenschale in den Sud geben und zugedeckt
zehn Minuten kochen. Seehechtfilets
im Sud fünfzehn Minuten ziehen (nicht kochen) lassen. Filets herausnehmen
und auf einer vorgewärmten Platte warm stellen.
Den Sud durch ein Sieb in eine Schüssel
gießen. Flöckchenweise die Margarine unterrühren. Eigelb,
Zitronensaft, Speisestärke und Salz in einer Tasse verquirlen, in
den Sud einrühren, dann über den Seehecht gießen und im
vorgeheizten Backrohr vier Minuten ziehen lassen.
Das Gericht mit den Zitronenscheiben
und der Petersilie garnieren. Als Beilagen eignen sich Kartoffeln oder
gedünsteter Chicoree.
Der Rape, zu deutsch Seeteufel oder
Anglerfisch, gehört zu den beliebtesten Fischen der Küste.
Sein Fleisch ähnelt dem der Languste. Es handelt sich um einen Knochenfisch
ohne Gräten mit einem überdimensionierten, flachen Kopf, den
die hiesigen Hausfrauen für die Brühe verwenden. In Deutschland
wird der Seeteufel -leider- meistens ohne Kopf angeboten.
Zutaten: l
Rape von ca. l Kilo, l Lorbeerblatt, Thymian, Oregano. 2 Liter Wasser,
l Brühwürfel. 2 reife, geschälte Tomaten, l kleine gehackte
Zwiebel. 3 Knoblauchzehen, 6 Mandeln und sechs Haselnüsse. 7-8 Esslöffel
Olivenöl. Safran, Muskatnuss, Zimt, Pfeffer und Salz. 125 Gramm getoastetes
Weißbrot.
Der Fischkopf wird in dem Wasser
mit dem Brühwürfel, dem Lorbeerblatt, Thymian und Oregano etwa
eine halbe Stunde auf schwachem Feuer gekocht.
In einem großen Topf wird
das Öl erhitzt und der enthäutete Fisch darin von allen Seiten
angebraten. Fügen Sie zwei Knoblauchzehen, die Tomate und die Zwiebel
hinzu und lassen 5 Minuten schmoren. Bröckeln Sie das Weißbrot
hinein und gießen mit der Fischbrühe auf. Kurz aufkochen lassen
und vom Feuer nehmen.Dann zerstoßen Sie die restliche Knoblauchzehe
mit den Mandeln und den Haselnüssen und rühren Salz, Muskat,
Pfeffer und Zimt zu einer feinen Paste, die in die Suppe eingerührt
wird. Aufkochen lassen und servieren.
Suquet, die Perle der Küche des Empordà
Eines der typischen Gerichte der
Region ist das "Suquet", ein Eintopf aus Fischen und Kartoffeln. Auch heute
noch kochen es die Fischer, die sich trotz Ruhestand mit ihren kleinen
Booten und Netzen oder Palangren immer noch gerne auf dem Meer vergnügen,
außerhalb der Hochsaison je nach Tagesfang am liebsten am Strand.
Um ein gutes Suquet zu kochen, sind
zweierlei Dinge besonders wichtig: Nur Felsenfische verwenden und das Herdfeuer
muss sehr heiß sein." Deswegen sollte die Kasserolle, in der das
Suquet zubereitet wird, nach Möglichkeit die typische "Cassola catalana"
sein; Sie ist aus dickem, porösem Eisen gemacht, verträgt die
Hitze gut und hält sie besonders lange. Das Gericht wird in der Kasserolle
auf dem Tisch serviert und insofern ist ihr Ankauf bestimmt keine schlechte
Anlage; als Souvenir, Bereicherung des Küchenschrankes oder als Mitbringsel.
Oder um der Nachbarin anlässlich der längst fälligen Einladung
zum Essen mit Kennermiene zu erklären, dass man Mittelmeerfisch bekannterweise
und sowieso ja nur mit dieser
Art von Topf würdig zubereiten kann...
Wir brauchen:
Roter Meerdrachen
(Rascasse)
Seeteufel
Knurrhahn
oder Petersfisch
1 kg Kartoffeln
OlivenölKnoblauch
Tomaten
Eine Scheibe
gegrilltes Brot. Ein wenig Fischleber vom roten Meerdrachen
"Keine Gewürzkräuter?",
fragt sich konsterniert der Hobbykoch. Oder: "Um alle drei Arten Fisch
am gleichen Tag frisch bei meinem Fischhändler zu bekommen, brauche
ich das Glück eines Lottomillionärs."
Tranquillo: Das Suquet lässt
sich auch mit anderen Fischen zubereiten, und so befinden wir uns in der
selben Situation wie die Fischer, die auf den Tagesfang angewiesen sind.
Gewürzkräuter allerdings braucht es wirklich nicht. Es geht los:
Den
Knoblauch in der Kasserolle mit Olivenöl anbraten. Die geschälten
Tomaten hinzufügen, dann die Kartoffeln (ebenfalls geschält)
und den Seeteufel. Kurz anbraten lassen und dann mit heißem Wasser
bedecken. Wenn das Wasser kocht, den Meerdrachen (in Stücken) und
den Knurrhahn oder Petersfisch hinzufügen. Bei sehr starkem Feuer
etwa zwanzig Minuten kochen lassen. Wenn die Kartoffeln weich sind, kurz
bevor man die Kasserolle vom Feuer nimmt, eine Mischung aus kleingehacktem
Knoblauch und der Fischleber sowie die gegrillte Brotscheibe dazutun.
Und das ist es auch schon. Gerade
weil das Rezept so einfach ist, braucht man für seine perfekte Zubereitung
allerdings einiges an Fingerspitzengefühl oder Erfahrung.
Unser Tipp für Kochfans: Erst
mal eins im Restaurant essen und es dann selbst zu Hause probieren. Und
nie vergessen: Drei Sorten (Felsen-) Fisch, starkes Herdfeuer!
Es sind die einfachen Dinge des Lebens,
die so oft viel Spaß bereiten, leider aber auch nicht selten teuer
sind: Wir brauchen sechs Eier, ein wenig Salz; drei Esslöffel bestes
Olivenöl und die Kleinigkeit von 1/2 Kilo Langustinos.
Wir kochen die gewaschenen Langustinos
in reichlich Wasser einige Minuten, befreien dann ihr Fleisch von der Schale
und schneiden es in kleine Stücke.Die Eier schlagen, salzen und die
Langustinosstücke hinzufügen. Das Öl erhitzen wir in einer
Pfanne und fügen die Eier-Langustinosmasse hinzu. Nimmt die Unterseite
gut Farbe an, drehen wir die Tortilla um, lassen sie goldbraun braten und
bringen sie gleich auf den Tisch. Wer will, kann die Tortilla mit den Scheren
der Langustinos garnieren. Weißbrot passt immer dazu, ebenso wie
kalter Rose.
Falls der Geldbeutel heftigen Protest
ob der frischen Langustinos einlegt, so tun es übrigens auch tiefgekühlte,
bereits geschälte Gambas (Krevetten). Auch diese müssen gekocht
werden, bevor sie mit den Eiern die Ehe eingehen. Und vielleicht können
wir ja dem Geldbeutel m diesem Falle noch eine Flasche ?Cava" entlocken...
Die Wachtel (span. codorniz) ist
der kleinste Vertreter des Wildgeflügels. Ihr Fleisch ist aromatisch
und zart. Man erhält sie hier täglich frisch in den Metzgereien.
Zutaten für
vier Personen: acht Wachteln, 40 Gr. Butter, je 200 Gr. weiße und
blaue Weintrauben, je 1/10 ltr. Weißwein und Traubensaft, l Teelöffel
Speisestarke, Salz, Pfeffer.
Zubereitung: Wachteln abspülen,
abtrocknen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Rundherum 15 Minuten in
30 Gr. erhitzter Margarine anbraten, die restliche Margarine in Flöckchen
darüber streuen und zergehen lassen. Unterdessen Weintrauben waschen
und abtropfen lassen. Die Beeren von den Stielen zupfen, häuten und
entkernen. Wachteln warm stellen. Bratfond mit Wein und Traubensaft loskochen.
Speisestärke mit etwas Wasser verquirlen und in die Soße rühren.
Trauben hinzugeben und aufkochen. Soße über die Wachteln gießen
und heiß servieren. Als Beilage empfehlen wir grünen Salat und
einen trockenen Weißwein.
An sich ist eine Zarzuela eine spanische
Singspieloper mit gesungenen und gesprochenen Szenen; diese wiederum wurde
nach dem königlichen Lustschloß "La Zarzuela", in dem diese
Art Oper erstmalig im 17. Jahrhundert aufgeführt wurde, benannt. Die
Fische in der Zarzuela, es handelt sich um den klassischen spanischen Fischeintopf,
singen und sprechen zwar nicht, aber wenn sie gut zubereitet sind, so singt
unser allseits geschätztes Organ Magen vor Freude. Soll die Zarzuela
gut gelingen, so gibt es nur ein Geheimnis, und das gilt für alle
Fischgerichte: Die Fische müssen von allererster Qualität sein
und frisch! Wie man dies herausfindet, ist gar nicht so schwierig. Als
erstes soll der Fisch
noch all seine Schuppen haben, ist dies nicht der Fall, ist er von minderer
Qualität oder nicht frisch. Haben die Kiemen eine kräftige rote
Farbe, so kann man zugreifen. Sind sie aber nur rosa oder blassrot, so
handelt es sich bestimmt nicht um einen Fang des Tages. Drittes Kriterium
sind die Augen. Der Fisch muss uns sozusagen ansehen. Sind seine Augen
schon glasig, Finger weg. Schließlich kann man die Fische noch fühlen;
ist ihr Fleisch schon weich, so hat der Fisch bestimmt einige Tage in der
Kühlkammer verbracht. Meeresfrüchte wie Gambas (Krevetten) oder
Langustinos dürfen keinesfalls eine schwärzliche Farbe aufweisen,
denn dies bedeutet, dass sie entweder tiefgefroren waren und aufgetaut
wurden oder aber dass sie tagelang im Kühlschrank vor sich hin gegammelt
sind.
Wir brauchen
für vier Personen:
Zwiebel Tomaten
Knoblauch Petersilie Weißwein
Olivenöl
4 Stücke
Seeteufel (Rape) 4 Stücke Seehecht (Merluza) 4 Stücke Meerdrachen
(Escorpora) 4 Gambas 4 Langustinos
4 Calamares,
klein geschnitten in 16 Stücke
16 Venusmuscheln
Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und
Petersilie in einer Kasserolle in Olivenöl anbraten. Seeteufel und
Calamares hinzufügen und anrösten. Ein Glas Weißwein und
ein wenig Mehl dazutun, um die Soße zu binden.
Mit Wasser oder Fischsud bedecken;
die restlichen Fische, Gambas und Langustinos wandern ebenfalls in die
Kasserolle; auf großem Feuer ca. 20 Minuten kochen lassen. Erst kurz
vor Ende der Kochzeit die Venusmuscheln hinzufügen, salzen und pfeffern
nach Geschmack und das war es auch schon.
Findet man den einen oder anderen
Fisch nicht oder nur in minderer Qualität, so kann man diesen problemlos
durch einen anderen ersetzen.
Vor einigen Jahrzehnten, als man
In nördlichen Breitengraden Zwiebeln nur als Gewürzzutat kannte,
begann man in Spanien mit der Produktion von Gemüsezwiebeln. Heute
ist die Zwiebel nach Tomaten das in Deutschland meist verzehrte Gemüse.
Und Spanien ist mittlerweile Europas größter Produzent von Gemüsezwiebeln.
Den angenehmen, milden Geschmack verdankt sie ihrem feinfaserigen, dicken
und saftigen Fleisch. Sie lässt sich auch roh sehr gut schneiden und
verzehren, ohne dass man gleich in Tränen ausbricht. Durch den Zwiebelanbau
sind verschiedene Sorten entstanden, die sich durch Geschmack und Anwendung
klassifizieren:
1) Reina de Abril...
ist die früheste Zwiebelsorte, die In Spanien angebaut wird. Geerntet
wird sie im April (daher die Bezeichnung Aprilkönigin. Sie ist von
der Form etwas spitz zulaufend und goldfarben.
2) Babosa...wird Ende
April/ Anfang Mai geerntet und gehört somitebenfalls zu den frühen
Sorten. Unter normalen Bedingungen kann sie bis August gelagert werden,
hat eine spitzere Form, ist außen goldfarben und innen weiß
bzw. gelblich, sehr saftig und eher etwas weicher.
3) Liria. Als mittelfrühe
Sorte wird sie auch ?Medio Grano" genannt, ab Mitte Juni/ Anfang Juli geerntet
und ist bis September haltbar. Sie ist außen goldgelb, innen gelblich
und kugelförmig.
4) Grano, auch ?Grano
de Oro" bzw. ?Valenciana", ist die beliebteste, bedeutendste und späteste
aller Zwiebelsorten und wird im Juli/ August geerntet. Sie ist milder als
die Barbosa und etwas schärfer als die Liria. Sie kann bis zu acht
Monaten gelagert werden, ihre Form ist ballonartig, die Farbe kupfern.
Die Zwiebel zählt man zu den pflanzlichen Antibiotika. Sie schützt
vor Infektionskrankheiten, reguliert die Verdauung und beugt Erkrankungen
der Atemwege vor. In der Volksheilkunde wird sie deswegen bisweilen Dr.
hc. Bolle genannt.
Hat Ihnen unser theoretisches Gezwiebel
noch nicht ganz den Appetit verschlagen, so halten wir für Sie das
Rezept eines einfachen, hier aber sehr verbreiteten Zwiebelgerichtes parat:
Zwiebeltortilla
Zutaten:
2 mittelgroße
Gemüsezwiebeln; 2 Eier; 1EL Olivenöl; Salz; rote Peperoni; gehackte
Petersilie.
Zubereitung:
Zwiebeln schälen und in feine
Streifen schneiden, in Öl hellgelb anrösten und leicht salzen.
Eier mit etwas Salz auf einem Teller verquirlen, die gerösteten Zwiebeln
hinzufügen. Masse In die Pfanne geben und die Tortilla auf beiden
Seiten in Olivenöl oder, wenn Ihnen der Geschmack des Öls nicht
zusagt, in Margarine leicht anbräunen. Gehackte
Petersilie darüber streuen und Peperoni je nach Geschmack hinzufügen.
Die
Crema Catalana fehlt in fast keiner Restaurantspeisekarte der Region. Normalerweise
wird sie in kleinen braunen Tonschälchen serviert. In vielen Geschäften
gibt es diese als Set zu kaufen, zusammen mit einem runden Eisen mit Stiel
zum Brennen des Zuckerübergusses. Hat man zu Hause kein solches Eisen
zur Hand, tut es aber auch eine neue saubere Spachtel, die auf der Herdplatte
kräftig erhitzt wird.
Zutaten:
4
Tassen Milch
2
Esslöffel Maizena (Mondamin)
10
Esslöffel Zucker
und 8 Eier.
DieMilch
in einer Pfanne oder einem Topf auf kleinem Feuer erhitzen. In einer Schüssel
die Eidotter, 6 Esslöffel Zucker und 2 Esslöffel Maizena
Dann
auf die Crema ein wenig Zucker streuen und diesen mit dem erhitzten Crema-Eisen
(oder der Spachtel) anbrennen, so dass der delikate braune Zuckerüberzug
entsteht. Guten Appetit.